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Die Stiftskirche Sankt Thiebaut

Mit dem Straßburger Dom ist die Stiftskirche eines der elsässischen Bauwerke, die am besten die rheinische Gotik verkörpern. Sie verdankt ihren Namen dem Stiftskapitel aus Saint-Amarin, das sich in Thann 1442 niedergelassen hat. Ihre Erbauung dauerte mehr als zwei Jahrhunderte, vom Ende des 13. bis zum 15. Jahrhundert.

Von 1430 bis 1492 ließ der letzte Baumeister der Stiftskirche, Rémy Faesch, das nördliche Seitenschiff erbauen, sowie den achteckigen Teil und die 78 Meter hohe Turmspitze, die 1516 vollendet wurde.

Die westliche Front ziert ein bemerkenswertes, repräsentatives, mit drei Tympanen ausgestattetes Portal (1342-1498), ein einzigartiges Stück in Frankreich. Auf dem Haupttympanon schildern150 Szenen mit 500 Figuren das Leben der Jungfrau, auf dem rechten, kleinen Tympanon ist es die Geburt Christi und die Heiligen Drei Könige, und auf dem linken die Kreuzigung. Wasserspeier, Schimären und glasierte Ziegeldächer tragen zur Erhabenheit des Bauwerkes bei.

Im Inneren sind die drei gotischen Stile vorhanden ( Früh-, Hoch- und Spätgotik). Das aus Eichenholz und Nussbaum geschnitzte Chorgestühl stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert und ist in seiner Art das bedeutendste im Elsass. Zahlreiche Wappen, die sich zum gröβten Teil in den Gewölben befinden, stellen die Allianzen des Habsburger Hauses im 15. Jahrhundert und die Ehen der Herren von Thann dar.

Die Glasgemälde (15. Jahrhundert), die in acht 15 Meter hohen Kirchenfenstern verteilt sind, durchfluten das Chor mit Licht und Farben. Die Glasgemälde liest man, wie bei den Tympanen, von unten nach oben und von links nach rechts.

Eine Legende und ein berühmter Wallfahrtsort

Jedes Jahr am 30. Juni gedenkt Thann seiner Ursprungslegende mit der « Verbrennung der Drei Tannen » : 1161 machte im Wald ein Diener von Thiebaut, dem Gubbio-Bischof, halt. Als er fortgehen wollte, stellte er fest, dass der Stock, in dem er die Finger-Reliquie seines Herrn versteckte, wie angewurzelt war.

Zur gleichen Zeit erschienen drei Lichter aus drei Tannen. Der Graf von Ferrette, damals Herr von Thann, beschloss eine Kapelle bauen zu lassen, die ein berühmter Wallfahrtsort wurde. Aus einem einfachen Marktflecken wurde Thann 1290 eine richtige Stadt.

Da die ankommenden Pilger immer zahlreicher wurden, musste dringend ein gröβeres Heiligtum errichtet werden. So fing die Erbauung der Stiftskirche an. 

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Die Glasgemälde der Stiftskirche Sankt Thiebaut

Das Chor der Stiftskirche Elsass bietet die gröβte Sammlung von Glasgemälden aus dem 15. Jahrhundert, die je im Elsaβ erhalten wurde. Diese Kirchenfenster sind trotz der Restaurierungen, die hier vorgenommen wurden, von groβem Interesse, sei es in Hinblick auf die Bilddokumentation oder des Stils.

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