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Die Glasgemälde der Stiftskirche Sankt Thiebaut

Das Chor der Stiftskirche Elsass bietet die gröβte Sammlung von Glasgemälden aus dem 15. Jahrhundert, die je im Elsaβ erhalten wurde. Diese Kirchenfenster sind trotz der Restaurierungen, die hier vorgenommen wurden, von groβem Interesse, sei es in Hinblick auf die Bilddokumentation oder des Stils.

Die Glasgemälde im Chor

Die Zyklen der Darstellungen folgen aufeinander vom Norden nach Süden, gemäß einer Reihenfolge, die dem mittelalterlichen Weltbild entspricht.

Der Chor der Stiftskirche Sankt Thiebaut Glasgemälde (n IV bis s V)

Die Glasgemälde im Chor der Stiftskirche bestehen aus acht Kirchenfenstern mit Motiven aus der Bibel oder aus der christlichen Geschichte : die Genesis (n IV), die Zehn Gebote und die Prophezeiungen (n III), das öffentliche Leben Christi (n II), das Leiden Christi (n I), das Leben der Gottesmutter (s II), die Wunder von Sankt Thiebaut (s III), die Heilige Katharina (s IV) und Sankt Thiebaut (s V).

Die Genesis (n IV)

Dieses Kirchenfenster besteht aus 48 Tafeln, die zuerst die verschiedenen Etappen der Weltschöpfung schildern :

  • Die Schöpfung der vier Elemente
  • Die Schöpfung der Sonne, des Mondes und der Sterne.
  • Trennung von Land und Meer
  • Schöpfung der Pflanzen
  • Schöpfung der Tiere
  • Schöpfung des Menschen
  • Darstellung des Ewigen ( Gott umgegeben von Engeln)

Im zweiten Teil schildern die Tafeln das Leben von Adam und Eva, ihre Vertreibung aus dem Paradies, ihr Leben auf Erden, die Ermordung Abels, die Vertreibung Kains , die Krankheit Adams, seinen Sohn Set, der ihm aus dem Paradies Öl vom Baum des Erbarmens zurückbringt, und Set, der den Zweig über Adam hält.
Im letzten Teil entdeckt man das Gebot Gottes an Noah, im Hinblick auf die Sintflut eine Arche zu bauen, den Bau der Arche, die Sintflut und schließlich den Turmbau zu Babel.

Die Zehn Gebote und die messianischen Prophezeiungen

Dieses aus 48 Tafeln gebildete Kirchenfenster besteht aus zwei Teilen.

Der untere Teil bezieht sich auf den Dekalog. Jede Szene nimmt zwei Tafeln ein, die über einander liegen.

In der oberen Tafel (Brustbild ) erscheint Gott und hält einen Gebetsriemen in der Hand, der ein Gebot oder ein Thema ausdrückt.

In der unteren Tafel werden zehnmal zwei Szenen dargestellt, die einander gegenübergestellt sind : einerseits die Einhaltung eines der Gebote, andererseits der Verstoß dagegen.

Der obere Teil stellt den König David, Gott und die Apostel , das letzte Abendmahl, den Jessé-Baum, Pfingsten und die Auferstehung Christi dar.

Das öffentliche Leben Christi (n II)

Diese 48 Tafel schildern den ersten Teil vom Leben Jesu seit seiner Geburt . Die letzte Tafel stellt die Engel mit den Werkzeugen des Leidens dar, ein Verweis auf den letzten Teil von Jesu Leben.

Das Leiden Christi (I)

Dieses Kirchenfenster besteht aus 49 Tafeln, die den letzten Teil vom Leben Christi schildern. Zuerst die Ungläubigkeit der Juden Christus gegenüber, dann die Kreuzigung, die Himmelfahrt, Pfingsten und zum Schluss die Auferstehung Christi.

Die Kirchenfenster n IV bis n I wurden um 1423-1425 geschaffen.

Das Leben der Muttergottes.

Dieses Kirchenfenster besteht aus 48 Tafeln, die das Leben der Mutter Gottes bis zu ihrem Tod und ihre Krönung symbolisieren. Diese Szenen kann man mit denjenigen vergleichen, die auf dem großen Tympanon an der Hauptfassade der Stiftskirche dargestellt sind.

Die Wunder von Sankt Thiebaut (s III)

Die Szenen entwickeln sich in großen Medaillons und schildern das Eintreffen der Finger-Reliquie von Sankt Thiebaut in Thann, den Diener vom Bischof Gubbios, der vor dem Stab mit der Reliquie kniet. Der Graf von Ferette hält das Kirchenmodell in der Hand, das er bauen lassen möchte, und legt es dem Sankt Thiebaut vor. Die Tafeln stellen auch die Wunder von Sankt Thiebaut dar, wie zum Beispiel das Exorzieren einer Frau, die Rettung eines Schiffes, das in der Nordsee untergegangen wäre, das Löschen eines Brandes in der Stadt Wolin in Pommern (Polen), oder auch die Auferstehung eines Hamburger Bürgers.

Drei Heilige und das Martyrium der heiligen Katharina aus Alexandria (s IV)

Das Kirchenfenster besteht aus 39 Tafeln, die die heilige Katharina, Sankt Anton den Eremiten und Sankt Georg darstellen.

Eine Heilige und Sankt Theobald (s V)

Das Kirchenfenster besteht aus 36 Tafeln. Darauf sieht man Sankt Theobald, den zwei knieende, von Engeln gekrönte Pilger verehren. Die dargestellte Heilige ist unbekannt. Mehrere Vermutungen wurden angestellt :

  • Es könnte die heilige Margarita sein, aber der entscheidende Hinweis, der Drache, fehlt.
  • Lt. den Veröffentlichungen über die Stiftskirche handelt es sich um die Heilige Elisabeth von Ungarn, die Heilige Odilia oder die Heilige Elena.

Die Kirchenfenster s II bis s V wurden um 1423-1430 geschaffen

Die Glasgemälde des nördlichen Seitenschiffs der Stiftskirche Sankt Thiebaut (Glasgemälde n V bis n VIII)

Diese Kirchenfenster sind mit Figuren und Wappen verziert. Diese Figuren werden architektonisch durch eine bauliche Ornamentik über den Fenstern betont.
Der Rest des Glases ist durchsichtig.

Das Glasgemälde n V stellt die Heilige Familie dar. Zu erkennen sind Joseph mit Zimmermann-Werkzeugen, Jesus, der Tischlereiarbeiten erledigt, und die Muttergottes am Spinnrocken.

Das Glasgemälde n VI stellt Abbildungen der Muttergottes und der Heiligen dar, wie die des Evangelisten Johannes zum Beispiel.

Das Glasgemälde n VII stellt Abbildungen von der Muttergottes, von Heiligen und Spendern dar, wie Sankt Petrus mit dem Justizbeamten Theobald Lupfrid oder mit dem Chorherrn und Pfarrer Nicolas Wolffach, der in einem Buch alle Wunder von Sankt Thiebaut verzeichnet hat ( ungefähr 250 Wunder). Das Glasgemälde n VIII stellt Abbildungen von Heiligen dar, wie dem Heiligen Priester oder zum Beispiel dem Heiligen Bischof, der ein Buch in der Hand hält.

Diese Kirchenfenster wurden um 1455 geschaffen.

Das Glasgemälde des nördlichen Seitenschiffs (westliche Mauer) (Glasgemälde n IX) 

Das Glasgemälde n IX fehlt. Eigentlich sollte es den Traum des Pharaos und den Sieg vom heiligen Josef darstellen, aber es wurde 1913 von einer Darstellung  des  Jüngsten Gerichts ersetzt. Während des Krieges, wurde es beschädigt, aber dann 1924 von einem Glasgemälde mit derselben Szene aus dem Jüngsten Gericht ersetzt. 1944 wurde es zerstört und bis heute nicht ersetzt.

Wir wissen nicht, wann dieses Glasgemälde geschaffen wurde, aber es ist eine Gabe von Maréchal im Jahre 1861.

Glasgemälde der Kapelle Sankt Thiebaut (Glasgemälde s VI):

Das Glasgemälde s VI ist der Reliquie von Sankt Thiebaut gewidmet. Es wurde 1922 ersetzt von einer Tafel, die den Heiligen mit der Stiftskirche in der Hand zeigt, während er von zwei Pilgern verehrt wird.

Dieses Glasgemälde wurde Mitte des 19. Jahrhunderts geschaffen, und wurde 1922 ersetzt.

Glasgemälde der Marien-Kapelle (Glasgemälde s VII bis s XI)

  • Das Glasgemälde s VII stellt Mariae Verkündigung dar.
  • Das Glasgemälde s VIII stellt die Geburt Christi dar.
  • Das Glasgemälde s IX stellt die Beweinung Christi dar.
  • Das Glasgemälde s X stellt die Mariae Himmelfahrt dar.
  • Das Glasgemälde s XI stellt Engel dar.

Die ursprünglichen Glasgemälde wurden im 17. Jahrhundert geschaffen und dann von drei Kirchenfenstern von Maréchal ersetzt, da sie 1914-1918 zerstört wurden. Die heutigen Kirchenfenster sind aus den Jahren 1953-1954 und sind eine Gabe von Le Chevallier (er hat auch die Glasgemälde von Notre Dame in Paris restauriert.)

Die Glasgemälde der westlichen Bankreihe im südlichen Seitenschiff (Glasgemälde s XII und s XIII)

  • Das Glasgemälde stellt die sieben Todsünden dar.
  • Das Glasgemälde stellt die sieben Sakramente dar.

Diese Gemälde würden 1923 von Ott geschaffen.

Das Glasgemälde in der westlichen Mauer vom nördlichen Seitenschiff, sowie die Glasgemälde der Marien-Kapelle (s VII bis s XI) und der westlichen Bankreihe im südlichen Seitenschiff, wurden während der Kriege 1914-1918 und 1939-1945 zerstört.

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