Entdecken Sie Thanns Geschichte in ein paar Zeilen : Ihre Ursprünge, Wallfahrtsort und Weinbau, die Entwicklung der Wirtschaft und der Stadt, Thann durch die Kriege hindurch, Wirtschaftsänderungen, Thann in Bildern ...
-: Ursprünge ...
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Nach der Legende liegt Thanns Ursprung im Wunder, das St Thiebaut zugeschrieben ist, dem Bischof von Gubbio (Umbrien in Italien)
Historisch betrachtet hat sich die Stadt Thann nach dem Errichten eines Straßenzolls am Eingang des Thur-Tals durch die Grafen von Ferrette entwickelt, eine der drittgrößten, aus dem Kaiser Karl dem Großen stammenden Familie des elsässischen Adels. Heute noch überragen die Ruinen ihre Burg die Stadt: es handelt sich um die „Engelburg“, auch „Hexenauge“ genannt.
-: eine stürmische Geschichte
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| Une filature |
1324 heiratet die letzte Erbin der Grafen von Ferrette, namens Jeanne, Albert II. den Weisen, den Erzherzogen von Österreich. Somit kommen die Besitze der Ferrette in den Schoß des Österreichisches Hauses und bleiben dort bis Ende des Dreißigjährigen Krieges. Zu diesem Zeitpunkt bekommt Ludwig XIV. 1648 die Territorien von « Vorderösterreich» durch den Westfälischen Frieden wieder.
Inzwischen haben die oft knapp bei Geld österreichischen Erzherzöge diese Ländereien des Sundgaus den Burgundern und insbesondere dem Herzogen von Burgund, Karl dem Kühnen, verpflichtet. (1469 – 1474 )
Um den Kardinal Mazarin von allem zu belohnen, was er für die Krone gemacht hat, schenkt ihm Ludwig XIV. ehemalige österreichische Besitze (1658). Durch das Zusammenspiel der Allianzen besitzt heute der Prinz Albert II. von Monaco , auch Prinz von Grimaldi, den Ehrentitel «Graf von Thann».
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die Entwicklung
der Wirtschaft und der Stadt...
- Wallfahrtsort und Weinbau
Das Wunder des «Daumen und des Ringes» von St Thiebaut hat rasch große Menschenmengen, besonders aus der Ostseegegend nach Thann hergebracht, und somit hat sich dieser kleine Marktflecken entwickelt und sich mit Schutzwällen umgeben.
1324 beginnt der Bau der prachtvollen Stiftskirche St Thiebaut, eines wahren Schmuckstücks der gotischen Kunst ( alle Phasen der gotischen Stilentwicklung sind hier vertreten). Der Bau wurde 1516 durch den Basler Architekten und Bauleiter Rémy Faesch vollendet. Während dieser ganzen Periode lebt die Stadt von der Wallfahrt und den Weinbergen, die sich auf alle Hänge und bis zur Ebene erstrecken.
Seit Mitte des XVI. Jahrhunderts gedenkt jedes Jahr die Stadt des «Wunders» indem drei Tannen verbrannt werden («crémation des trois sapins») am Abend des 30. Juni.
Den Bewohnern des zur Stadt gewordenen Marktfleckens gewähren die Habsburger mehrere Rechte : ein Wappen, ein Siegel, das Recht, Münzen zu prägen, und Warenmärkte.
Wegen der Reformation, die dennoch Thann nicht betroffen hat, geht es mit den Wallfahrten und deren Einkommen bergab, und die Stadt lebt mehr schlecht als recht bis zur französischen Revolution weiter.
- Die Industrieentwicklung.
1785 schafft Pierre Dollfus die erste Industrie für bemalte Stoffe. Das Vorhanden von reichlichem Wasser und zahlreichen, geschickten Arbeitskräften ermuntern wohlhabende Familien dazu, in die Einrichtung von Textilindustrien zu investieren (vor allem Spinnereien und Baumwollwebereien). Von da an, während des ganzen XIX. Jahrhunderts hindurch und bis in den 60er Jahren, lebt Thann im Rhythmus der Textilindustrie.
Um auf die Bedürfnisse der Textilbranche anzusprechen unterbringt 1808 der Hannoveraner Philippe-Charles Kestner in Thann eine Chemikalien-Industrie. Diese Fabrik ist heute die älteste in Europa, die noch am gleichen Ort funktionniert, wo sie gegründet wurde.
Am ersten September wird die Eisenbahnlinie von Mühlhausen nach Thann feierlich eröffnet. Es handelt sich um die dritte Eisenbahnlinie in Frankreich, die dem Personenverkehr offen ist. Sie ist von den lokalen Industrie-Besitzern finanziert worden.
- Neue Tätigkeiten
Heute entwickelt die Stadt Thann Dienstleistungs- und touristische Aktivitäten. Das Krankenhaus «Saint-Jacques» ist der gröβte Arbeitgeber in der Gemeinde . Eine dynamische interkommunale Tätigkeitszone hat sich am Eingang der Ortschaft in Vieux-Thann entwickelt. Eine zweite interkommunale Zone ist in Aspach-le-Haut vorgesehen.
-: Die Kriege ...
Der Krieg von 1870 und die französische Niederlage in Sedan haben zur Angliederung von Elsaß-Lothringen an das II. deutsche Reich geführt, was die Wirtschaftskreisläufe belastet und erheblich geändert hat. Zahlreiche Thann-Bewohner haben sich für Frankreich entschieden und haben das Elsass verlassen.
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Im Juni 1940 waren die Deutschen wieder da und wieder wurde das Elsass annektiert. Diese Belastung haben die Thann-Bewohner nur schwer ertragen und so entstanden schon im Sommer 1940 Widerstandsbewegungen. (Daher kommt das Denkmal des elsässischen Widerstands, das auf dem Hügel namens «Staufen» steht.)
-: Bilder des kulturhistorischen Erbes
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Leider wurden wegen der Modernisierung der Stadt viele Gebäude im 19. Jahrhundert zerstört, was dem mittelalterlichen Charakterl der Stadt zum Verhängnis wurde. So verlor die Stadt ihre Schutzwälle, die monumentalen Stadttore, ihre Klöster sowie die Sankt-Michel-Kapelle.
Das Museum der ehemaligen Kornhalle (16. Jh.) bewahrt und erhält die Spuren dieses umfangreichen Kulturerbes.






















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